Ragna Schirmer
Ragna Schirmer
 

Die Pianistin Ragna Schirmer erfreut sich seit Jahren höchster Anerkennung bei Konzertpublikum und Fachkritik. Ihre Interpretationen zeichnen sich durch die Kunst der Nuance sowie die Liebe zum Detail auf der Suche nach verborgenen historischen und zeitgenössischen Bezügen aus. Zu Beginn ihrer Karriere sorgte die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Künstlerin mit ihrer Einspielung von Bachs Goldbergvariationen für ein aufsehenerregendes CD-Debüt. Für die Gesamtaufnahme der Klaviersuiten von Georg Friedrich Händel wurde sie mit dem Händel-Preis der Stadt Halle geehrt. 2003 und 2009 erhielt sie den ECHO Klassik. Ihre Diskographie umfasst derzeit 18 CDs, 2 DVDs sowie eine Vinyl- Einspielung.

In ungewöhnlichen Projekten lässt sich das dramaturgische und programmatische Geschick der Künstlerin erkennen. Dies stellt sie nicht nur in moderierten Klavierabenden unter Beweis, sondern ist darüber hinaus auch in genreübergreifenden Theaterproduktionen zu erleben, die eigens für sie geschrieben und inszeniert werden: das 2012 uraufgeführte „Blendwerk“ mit Christian Brückner sowie die Inszenierung „Ich könnte lachen vor Todesschmerz“ mit Dominique Horwitz.

Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Beschäftigung mit Leben und Werk von Clara Wieck-Schumann. 2015 erschien die CD "Liebe in Variationen" über die Beziehungen zwischen Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms. 2017 folgte ein Album mit dem Klavierkonzert op. 7. Im Clara Schumann-Jahr 2019 feierte Schirmer die Pianistin und Komponistin mit der Einspielung "Madame Schumann" sowie in über 100 Konzerten, bei denen sie nicht nur Clara Schumanns Kompositionen, sondern auch zahlreiche historische Konzertprogramme an den originalen Spielorten wiederaufführte. Sie erhielt dafür den Schumann-Preis der Stadt Zwickau.

Ragna Schirmer konzertiert weltweit in den wichtigsten Sälen mit bedeutenden Dirigenten und Kammermusikpartnern. 2023 ist sie die "Artiste étoile" beim MozartFestWürzburg.

Auch kulturpolitisch engagiert sich Ragna Schirmer seit vielen Jahren. Sie setzt sich in verschiedenen Projekten für die Wahrnehmung der Kultur in den Medien ein und versucht – auch und vor allem in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie – mit kreativen Ideen Zeichen zu setzen. Jan Brachmann betitelte sie in der FAZ als "politisch eine der klügsten, umsichtigsten und tatkräftigsten Künstlerinnen unseres Landes".