Simone Drescher
Simone Drescher
 

Simone Drescher wurde 1990 in Herdecke geboren und gilt als eine der eigenständigsten Stimmen der heutigen Celloszene. Sie studierte an den führenden Musikhochschulen Deutschlands: an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, anschließend im Master- und Konzertexamenstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Klasse von Prof. Troels Svane. Ihr Solisten-Konzertexamen schloss sie 2021 mit dem Konzerthausorchester Berlin im Großen Saal des Konzerthauses erfolgreich ab.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen u. a. von Wolfgang Boettcher, Natalia Gutman, Tabea Zimmermann, David Geringas, Michael Sanderling, Johannes Moser und Kurt Masur. Früh wurde sie als Jungstudentin an den Musikhochschulen in Detmold, Düsseldorf und Dortmund gefördert.

Simone Drescher ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. 2023 wurde sie für den OPUS Klassik in drei Kategorien nominiert und erhielt in New York den Listeners’ Choice Award für ihr Debütalbum HUMANITY. Zuvor gewann sie u. a. den Else-Beitz-Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben (2020), den Carl-Flesch-Preis (2018) sowie mehrere Auszeichnungen beim Deutschen Musikwettbewerb (2012/13) mit Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler. Zudem ist sie mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds, der ihr ein Cello von Giovanni Battista Grancino (Mailand, um 1700) zur Verfügung stellte.

Als Solistin konzertierte sie mit Orchestern wie dem Konzerthausorchester Berlin, der Sinfonietta Riga, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Philharmonie Baden-Baden, der Kammerphilharmonie Wernigerode sowie dem Karlovy Vary Symphony Orchestra. Konzertreisen führten sie durch Deutschland und Europa sowie nach Ägypten, in die USA und nach Skandinavien. Sie gastierte bei Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem IMPULS Festival Halle, dem International Bari Music Festival sowie bei den Jüdischen Kulturtagen Berlin.

2025 ist sie u. a. Artist in Residence beim IMPULS Festival Halle und trat beim Eröffnungskonzert des Grand Egyptian Museum in Kairo auf.

Ihre CD-Veröffentlichungen erscheinen international bei Naxos of America, darunter das Solo-Album CELLOLOGUE (2023) und ihr mehrfach ausgezeichnetes Debüt HUMANITY (2022). Rundfunkmitschnitte dokumentieren ihre künstlerische Tätigkeit u. a. bei BR, WDR, NDR, MDR, Deutschlandfunk Kultur und der Deutschen Welle.

Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sich Simone Drescher intensiv der Lehre. Sie unterrichtet seit 2021 privat und gibt internationale Meisterkurse, u. a. in Lettland, Münster, Murnau sowie an der Danube University Krems. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben, von YEHUDI MENUHIN Live Music Now sowie weiterer bedeutender Stiftungen.

Simone Drescher lebt in Leipzig und konzertiert weltweit als Solistin und Kammermusikerin.